Vorgehensweise

Lösungsweg

Zur Entwicklung und Instanziierung der Datenbilanz verfolgt das Gesamtvorhaben spezifische Unterziele:

  1. Um die Datenbilanz als Reportinginstrument zu instanziieren, zielt das Forschungsprojekt auf die Entwicklung einer sog. Datenbilanz-Plattform ab, über die Unternehmen Unternehmen ein sog. Datenbilanz-Toolset beziehen können.
  2. Das Datenbilanz-Toolset soll eine strukturierte, systematische und einheitliche Erstellung der unternehmerischen Datenbilanzen im lokalen Ökosystem erlauben. Dieses wird als Rahmenwerk entwickelt und soll an definierten Stellen durch Unternehmen auf ihre jeweiligen Bedürfnisse anpassbar gestaltet werden können. Das Toolset unterstützt demnach bei der Abbildung des unternehmerischen Datenbestands und dient der externen Prüfung als Bemessungsgrundlagen (Datenbilanz-Lagebericht). Gleichzeitig soll eine weitere Funktion die Prognose der zukünftigen Entwicklungen erlauben, unter Anwendung nachvollziehbarer maschineller Lernverfahren (Datenbilanz-Prognosebericht).
  3. Im Rahmen der Einrichtung einer Feedbackschleife können Unternehmen ihre Datenbilanz über die Datenbilanz-Plattform ausweisen, prüfen lassen und damit zur Weiterentwicklung des Toolsets beitragen.
  4. Über die Plattform können zudem externe Stakeholder die geprüften Datenbilanzen der Unternehmen beziehen.
  5. Als weiteres Unterziel verfolgt das Projekt die Standardisierung der Datenbilanz. Dazu wird „prüferseitig“ das IDW eingebunden, industrieseitig sieht das Projekt eine Standardisierung über eine VDI-Richtlinie vor.

Erwartetes Ergebnis

Die Datenbilanz als Reportinginstrument soll dabei über zwei zentrale Bestandteile bzw. Eigenschaften verfügen:

  1. Datenbilanz-Lagebericht (Vergangenheitsorientierter Charakter): Innerhalb der Datenbilanz wird der Datenbestand eines Unternehmens für eine bestimmte Periode in der Vergangenheit ausgewiesen. Dies erfolgt zu einem Stichtag, sodass im Laufe der Zeit Veränderungen in der Datenbewirtschaftung sichtbar werden. Dieser Teil der Datenbilanz muss vor dem Hintergrund der Verlässlichkeit nachvollziehbar und prüfbar durch externen Instanzen (z.B. Wirtschaftsprüfer) sein.
  2. Datenbilanz-Prognosebericht (Zukunftsorientierter Charakter): Des Weiteren soll die Datenbilanz als Prognoseinstrument dienen und damit Aufschluss über die potenzielle, zukünftige Datenbewirtschaftung eines Unternehmens geben. Dazu wird die Anwendung maschineller Lernverfahren untersucht, die zudem Einblicke in ihre Funktionsweise erlauben. Dieser Teil der Datenbilanz bietet die Möglichkeit zukünftige Entwicklungen abzuschätzen und die Auswirkungen geplanter (datenintensiver) Investitionsprojekte in die digitale Transformation sichtbar zu machen.